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Immobilienpreise explodieren und die Regierung bürgt für Kredite
Arm-Reich 10/13
Die Konservativen sind auf dem Weg zurück zur Politik Margaret Thatchers. Die Märkte müssten sich selbst überlassen werden; die Regierung von David Cameron garantiert und stützt ab sofort Hauskredite, auch für Käufer, die nur 5% Eigenkapital haben, sich ein Haus also gar nicht leisten können. Damit bekommt der ohnehin überhitzte Londoner Immobilienmarkt neues Feuer. Für normale Briten wird die Stadt zunehmend unerschwinglich. Täglich steigen die Hauspreise um mehr als 1000 Euro. Experten warnen vor einer neuen Immobilienblase.
Rückschau: Philippinen
Arm-Reich 02/12
Mit Hammer und Meisel über den Dächern von Manila. Sie sind noch ein wenig skeptisch – Noemi Velasco und ihre Kinder– und doch haben sie lange auf den Moment gewartet. Auf das Loch in der Decke... und auf die leuchtende Flasche, die sich langsam durch die Öffnung schiebt.
Sozialleistungen für das Königshaus?
Arm-Reich 09/11
Auch die Royals ärgern sich über steigende Heizkosten. Um nun die marode Heizungsanlage im Buckingham Palast zu erneuern, hat die königliche Verwaltung um staatliche Beihilfe aus einem Fonds für sozial Schwache gebeten. Der Antrag wurde abgelehnt – aus Sorge um negatives Medienecho.
Mexiko: El Alberto
Arm-Reich 07/11
In dem kleinen Dorf El Alberto bieten ehemalige illegale Einwanderer ein Training zur Flucht in die USA an und helfen damit der Wirtschaft des Dorfes.
US-Gesundheitssystem
Arm-Reich 06/11
James Verone geht in eine Bank, raubt einen einzigen Dollar und lässt sich festnehmen: Es sieht aus wie ein Jux, ist aber der letzte Schritt eines genauen Plans. Der Amerikaner ist krank, hat keine Versicherung. Erschwingliche ärztliche Versorgung gibt es für ihn nur an einem Ort - im Gefängnis.
STANDARD-Reportage
Arm-Reich 03/11
Massenbetteln als Zeichen des Widerstands der Zivilgesellschaft: In Linz folgten 300 Bürger einem Aufruf der Bettellobby
Arm-Reich 01/11
In Deutschland sind derzeit eine Million Menschen im Zeitarbeitssektor beschäftigt. Arbeitsmarktexperten stellen die Leiharbeit häufig als beste Chance für eine Festanstellung und probates Instrument gegen Arbeitslosigkeit dar. Die Erfahrungen von Leiharbeitern bestätigen das nicht.
Bankgebühren
Arm-Reich 05/10
Eigentlich müssen Banken mittellosen Bürgern ein Konto anbieten. Sie winden sich aber mit Tricks aus dieser Pflicht heraus.
Das Bankentribunal traf den Nerv der Zeit
Arm-Reich 04/10
Das Interesse der Menschen war überwältigend – das von Attac Deutschland veranstaltete «Bankentribunal» traf augenscheinlich einen Nerv. Die 800 Karten der Berliner Volksbühne, dem Ort der Veranstaltung, waren innerhalb kürzester Zeit verkauft, weitere 100 Videoplätze wurden nachträglich noch angeboten. Nahezu konstant waren 700 Computer eingeloggt, um die Veranstaltung im Livestream zu verfolgen; an vielen Orten organisierten kleinere und größere Gruppen Public Viewings.
Man könnte sich fast von jedem Mitarbeiter trennen – wenn man nur wollte
Arm-Reich 04/10
Die aktuellen Empfehlungen der OECD zur Reform des Kündigungsschutzes in Deutschland treffen die öffentliche Meinung an einem wunden Punkt. Insbesondere die geltende Rechtsprechung in Sachen Bagatellkündigungen steht seit Monaten in heftiger Kritik. Im Bundestag liegt derzeit ein Gesetzentwurf zur Änderung des geltenden Rechts vor. Dafür gibt es gute Gründe. Die Auffassung der Gerichte kollidiert nicht nur massiv mit dem Gerechtigkeitsempfinden vieler Menschen, sondern hat auch mit der täglichen Arbeitsrealität in den Unternehmen nicht mehr viel zu tun.
Arm-Reich 03/10
Die Ärztekammer fordert Initiativen zur Armutsbekämpfung, um das soziale Gefälle im Gesundheitsbereich abzufedern
Lettische Hacker wollen Verschwendung und Bestechung offenlegen
Arm-Reich 03/10
Datendiebe haben die Regierung von Lettland in Erklärungsnot gebracht. Der oder die Hacker kopierten über mehrere Monate hinweg Millionen Datensätze von den Servern des Finanzamts. Dies geschah aber offenbar nicht, um sich persönlich zu bereichern, sondern mit der Absicht, Verschwendung und Bestechung in Lettland offenzulegen.
eingSCHENKt
Arm-Reich 01/10
„Arbeit ist die beste Form der Armutsbekämpfung“, sagen die einen. „Eine Grundsicherung würde die Armut abschaffen“, sagen die anderen. „Bildung ist der Schlüssel“, sagen die dritten. „Arme bekämpfen statt der Armut“, sagen die vierten zwar nur leise, drücken es aber durch ihre Vorschläge laut aus. Was hilft nun wirklich?
Bei Krankheit weniger Geld
Arm-Reich 01/10
Der Krankenstand in deutschen Unternehmen ist seit Jahren rückläufig. Trotzdem greifen manche Chefs zu fragwürdigen Mitteln. "Aktivprämien" erhalten bei ihnen Angestellte, die sich ein Jahr lang nicht krank melden. Die Errungenschaft der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall wird so immer öfter ausgehebelt.
Prozess in Bonn
Arm-Reich 11/09
Das Amtsgericht Bonn hat eine Bankerin zu 22 Monaten auf Bewährung verurteilt, die Geld zugunsten ihrer armen Kunden veruntreute. Die 62-Jährige buchte jahrelang Geld von Konten reicher Kunden auf die Konten ärmerer Leute um. Das Gericht hielt der Frau zugute, dass sie die Taten eingeräumt hatte.
Scharfe Kritik an Obdachlosen-Spiel in Frankreich
Arm-Reich 09/09
Das deutsche "Pennergame" gibt es nun auch in einer französischen Fassung - und sogleich melden sich in Frankreich Kritiker zu Wort. Obdachlosenverbände und Hilfsorganisationen reagierten mit heftiger Ablehnung auf das satirisch gemeinte Browser-Spiel zum Thema Obdachlosigkeit.
Jungschar-Zeitung vergleicht F13 mit brasilianischem „Grito“
Arm-Reich 03/07
„F13 – was bedeutet das? Unter dem Namen F13 versucht ein Bündnis von Schüchternen und PredigerInnen, von glücklichen Arbeitslosen und verzweifelten Jobsuchenden, von Bibel und Augustin, von Flüchtling und Flaneur, das Datum Freitag der Dreizehnte von der Bedeutung ‚Unglückstag’ zu befreien. Jeder ‚Unglückstag’ wird zu einem Feiertag für alle verwandelt, die sonst wenig zu feiern haben...“
Arm-Reich 09/06
Der Kampf gegen Lohndumping sowie für Arbeitsrechte und die Gewährung von Rechten für MigrantInnen mit prekärem Aufenthaltsstatus haben miteinander zu schaffen: In Dortmund versuchte der Kongress "Die Kosten rebellieren" zu klären, was Ich-AGs und Putzhilfen gemeinsam haben.haben: dass der Kampf gegen Lohndumping sowie für Arbeitsrechte und die Gewährung von Rechten für MigrantInnen mit prekärem Aufenthaltsstatus etwas miteinander zu schaffen haben.
Arm trotz Arbeit
Arm-Reich 06/06
253 000 Personen armutsgefährdet trotz Arbeit. Davon 91 000 manifest arm. Sozial ist nicht nur das, was Arbeit schafft, sondern Arbeit, die vor Armut schützt.
Arm-Reich 05/06
Hamburger Spaßguerilla hält Geschäftsleute und Polizei zum Narren während in Berlin erhitzte Debatten darüber geführt werden, wie die Reichensteuer so umgesetzt werden kann, dass sie ganz bestimmt niemand weh tut, nimmt eine konspirative Hamburger Gruppe mit dem Namen "Hamburg Umsonst" die Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums selbst in die Hand: Sie "überfallen" Nobelrestaurants und andere Gourmettempel, sacken ein, was ihnen an Exklusivitäten in die Hände kommt, beglücken die Angestellten mit Blumensträußen, verschwinden so schnell, wie sie gekommen sind, und verteilen die edle Beute an Bedürftige.
Solange über den Nulltarif schreiben, bis er kommt
Arm-Reich 03/06
Wir werden solange über das Grundeinkommen schreiben, bis es kommt. Das konnte man im Augustin schon öfters lesen. Das neue Jahr gebar einen neuen Vorsatz: Solange über den Nulltarif für Sozialhilfeleute zu schreiben, bis er da ist. Während auch wohlhabende PensionistInnen bei den Wiener Linien nur die Hälfte zahlen, sind Obdachlose Vollzahler – oder eben Schwarzfahrer. Und damit Hochverschuldete. Im Folgenden sechs Momente eines unerträglichen Zustandes.
Protestformen gegen soziale Ausgrenzung
Arm-Reich 03/06
Die Überflüssigen sind eine linksradikale Gruppe, die sich nach eigenem Bekunden gegen Kapitalismus, Unterdrückung, Rassismus, Sexismus, Prekarisierung und Ausgrenzung wendet. Der Name wurde gewählt, weil sie sich als Menschen verstehen, die in einem "profitfanatischen" System überflüssig zu sein scheinen. Die Überflüssigen treten meist mit weißen Theater-Masken und roten Kapuzenpullovern mit der Aufschrift "Die Überflüssigen" in weißer Farbe auf. Ihr Erscheinen ist oft nicht angekündigt und für die Adressaten überraschend. Vereinzelt (u.a. in Brandenburg bei Montagsdemos) sind sie jedoch auch unmaskiert und mit weißen T-Shirts mit selbiger Aufschrift in roter Farbe anzutreffen.
Eine F13-Idee von Peter Krobath
Arm-Reich 01/06
Haben Sie es satt, eine Jobabsage nach der anderen zu bekommen? Sich als der/die auszugeben, der/die dem "Anforderungsprofil" entspricht? Jung, dynamisch und flexibel zu sein? Die Fragen im schicken Hochglanzflyer, mit denen die "Absageagentur" um ihre "Kundinnen und Kunden" wirbt, sind wohl eher rhetorisch zu verstehen. Denn das Ziel ist nicht die Suche nach einem Job um jeden Preis, unabhängig davon, ob er weit unter den eigenen Qualifikationen liegt und den eigenen Interessen zuwiderläuft.
Buch zur Debatte über Arbeit und Grundeinkommen
Arm-Reich 11/05
Zurück in die frühen neunziger Jahre, nicht in die deutschen des zwanzigsten Jahrhunderts, sondern in die französischen des achtzehnten. Hier, mitten im revolutionären Paris, hätte der Bürger Engler seinen Platz. Als Deputierter tritt er vor die Nationalversammlung und warnt, dass die neue Gesellschaft nicht auf halbem Wege stehen bleiben darf. Stilistisch brillant, auf den Schultern von Platon und Aristoteles, im Verein mit Rousseau und Diderot, hält er ein flammendes, mehrstündiges Plädoyer: Erst wenn, so wendet er sich an diejenigen, die es bei Libertè belassen wollen, erst wenn "soziale Rechte BEDINGUNGSLOS gewährt werden, ist der Bürger endgültig als universelles Rechtssubjekt konstituiert."
Was das Garantierte Grundeinkommen den Frauen brächte
Arm-Reich 11/05
Wer behauptet, Erwerbsarbeit sei unabdingbare Voraussetzung für persönliche Entfaltung und gesellschaftliche Integration, der suggeriert, die Sicherheit eines bedingungslosen Grundeinkommens könnte Frauen in Haus und Familie und damit in traditionelle Abhängigkeiten zurückdrängen. Mit ebenso viel Recht kann freilich argumentiert werden, ein sicheres Einkommen versetze Frauen in die Lage, sich unabhängig zu machen und eigene Entscheidungen zu treffen.
Alles zum sensationellen Preis von Null Euro und Null Cent
Arm-Reich 11/05
Architektur zum Verlaufen, angenehme Öffnungszeiten, kompetente Beratung, großes Warensortiment vom Kühlschrank bis zum Kinderwagen, Cafè im „Geschäfts“lokal, stilgerechte Anreise in einem straßenbahnartigen Verkehrsmittel… auf den ersten Blick sind die Unterschiede zum Shopping Chaos Süd nicht zu erkennen… aber bevor Sie Ihre Kreditkarte einpacken und losfahren… lesen Sie das Kleingedruckte!
§ 78 - Ein Fachkommentar zum Verbot des "unbegründeten Stehenbleibens"
Arm-Reich 11/05
"Das Gesetz will eben nur Leute treffen, die sich aus Arbeitsscheu in den Straßen der Großstadt, auf Landstraßen und anderen Orten planlos herumtreiben und wegen Mangels der Unterhaltsmittel eine stete Gefahr für das Eigentum ihrer jeweiligen Umgebung bilden."
Auch in den neuen EU-Ländern entstehen Anti-Armutsnetzwerke
Arm-Reich 11/05
Neben der in sich differenzierten inländischen VerkäuferInnengruppe und dem starken „afrikanischen Block“ bevölkern eine Menge Kolporteure aus dem Osten Europas den Planeten Augustin. Sie sind lebendige Zeugnisse des sozialen Risses, der in den euphemistisch „Reformländer“ genannten Staaten entstanden ist. Umso wichtiger, dass in den neuen EU-Ländern NGOs und Armutsnetzwerke entstehen, die die Existenz von Armut skandalisieren.
Martin Schenk befragte Armutsexpertin Michaela Moser zur Situation in Osteuropa.
Solange übers Grundeinkommen schreiben, bis es kommt
Arm-Reich 11/05

Der Brasilianische Präsident Luis Inacio Lula da Silva hat im Jänner ein Gesetz über die Einführung eines Grundeinkommens verlautbart. Es verspricht allen BrasilianerInnen (ohne jeden Unterschied) und AusländerInnen, die seit mehr als fünf Jahren im Land leben, eine staatliche Leistung, mit der ihre Grundbedürfnisse wie Lebensmittel, Erziehung und Gesundheit abgedeckt werden sollen. Das Gesetz soll ab 2005 schrittweise verwirklicht werden.

Ein Sechs-Euro-Fall, der die Absurdität der Gefängnisstrafe aufzeigt
Arm-Reich 11/05
Die Richterin verkündet das Urteil: Drei Wochen unbedingte Haft wegen versuchten Diebstahls. Die Geringfügigkeit des potentiellen Schadens sei ihr bewusst, das Delikt sei aber nicht an der Schadenshöhe, sondern an der versuchten Tat selbst zu messen, sagt sie. Dass sie noch hinzufügt, sie hoffe ihm zu helfen, sich derartige Entgleisungen in Zukunft zu überlegen, wirkt zynisch. M. V., der liebenswerte Unglücksrabe, soll einen Ladendiebstahl mit Sechseuroschaden begangen haben.
Arm sein und straffällig sein wird immer identischer
Arm-Reich 11/05
Staatliche Strafwut richtet sich vor allem gegen Arme. Auch in Österreich ist der Anteil der VerliererInnen und Verarmten in den Zellen der Polizei- und Strafgefängnisse überproportional hoch. Wer hat den Beschuldigten in den Jahren zuvor übervorteilt, ausgestoßen, verleumdet? Solche Fragen werden weder in den Amtshandlungen, die immer rascher zu Verwaltungsstrafen führen, noch in den Strafprozessen zugelassen. Drei Beispiele aus dem Krieg gegen die „Unbrauchbaren“...
Wenig ist genug
Konsumkritik 03/14